GELD & RECHT

Rauchmelder-Pflicht: Kleine Retter

Die kleinen runden Brandmelder sind Lebensretter.
Foto: Abus

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Jedes Jahr werden in Deutschland rund 200.000 Privathaushalte Opfer eines Wohnungsbrands. Dabei gibt es etwa 60.000 Verletzte, von denen im Schnitt 5.000 Opfer Langzeitschäden davontragen. Und 500 Menschen verlieren durch die Rauchvergiftungen Jahr für Jahr ihr Leben.

In den meisten Bundesländern sind Rauchmelder im Privatbereich bereits gesetzlich vorgeschrieben. Und dennoch sind sie noch nicht überall Pflicht. Der Brand in einer Behindertenwerkstatt der Caritas in Titisee-Neustadt führte erneut vor Augen wie wichtig ein Rauchmelder sein kann. In Folge dessen werden die kleinen Lebensretter auch in Baden-Württemberg in Neubauten und nach einer Übergangsfrist ebenfalls in Bestandsbauten Pflicht.

 

In der BAUIDEE 01_2013 zeigen wir Ihnen, wo noch Nachholbedarf herrscht und was gute Geräte können sollten.

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Foto: djd/Nürnberger Versicherungsgruppe/thx

Die wichtigsten Tipps für den Brandschutz

 

Glückliche Kaminbesitzer schüren in der kalten Jahreszeit gern ein und machen es sich im Schein der Flammen gemütlich. Wer keinen Kamin hat, der kuschelt sich mit einer molligen Decke aufs Sofa, zündet eine Kerze an und genießt einen heißen Tee. In der Adventszeit kommt statt der Kerze meist ein Adventskranz auf den Tisch. Doch bis am vierten Advent alle Lichter brennen, passiert es immer wieder, dass der Kranz Feuer fängt. Und schnell greifen die Flammen auf umliegende Gegenstände über.

 

"Das Wichtigste ist in solchen Situationen, sich und seine Lieben schnell in Sicherheit zu bringen und sofort die Feuerwehr zu rufen. Für den Notfall sollte man auch einen Wassereimer oder Feuerlöscher in greifbarer Nähe haben", sagt Horst Fritz von der Nürnberger Versicherungsgruppe. Ist das Feuer erst einmal gelöscht, kommt es darauf an, dass die Hausratversicherung gute Unterstützung leistet und die Wohnung bald wieder uneingeschränkt bewohnbar ist. "Entscheidend ist, dass man nicht unterversichert ist. Eine Unterversicherung ist in der Regel ausgeschlossen, wenn pro Quadratmeter Wohnfläche eine Versicherungssumme von 650 Euro vereinbart wird."

Am besten ist es natürlich, wenn erst gar kein Brand entstehen kann. So sollte Weihnachtsschmuck mit Kerzen immer auf einer feuerfesten Unterlage stehen. Auch wer nur kurz das Zimmer verlässt, sollte brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Ein Risiko sind leider auch die echten Kerzen auf dem Christbaum. Sicherheitshalber auf elektrische Beleuchtung umzusteigen, ist aber auch kein Allheilmittel. Denn auch Lichterketten können zu einem Zimmerbrand führen, wenn die kleinen Glühbirnen zu heiß werden oder die Kabel minderwertig sind. "Wer mehr Sicherheit möchte, entscheidet sich für einen geprüften Rauchmelder. Denn was viele nicht wissen: Über 95 Prozent der Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung", erklärt Horst Fritz. "Rauchmelder tun das ganze Jahr über ihren Dienst und es gibt sie bereits für unter 25 Euro."

 

Quelle: djd/pt