BAUPRAXIS

Unbelastet wohnen: Gesundheit!

Foto: Deutsche Poroton
Foto: Deutsche Poroton

Flüchtige organische Stoffe, sogenannte „VOC s“, die häufig von Baustoffen oder neuen Möbeln abgegeben werden, sind oft gesundheitsschädlich. Ziel muss Es Daher sein, den Schadstoffanteil durch neu eingebaute Baustoffe zu minimieren. Ein völlig schadstofffreies Haus gibt es dabei nicht. Zumindest lauert das Potenzial für Allergien und andere Beschwerden überall in den verarbeiteten Materialien an Wänden, Decken, Böden oder auch Möbeln. Rund 8.000 chemische Verbindungen konnten mittlerweile in Innenräumen nachgewiesen werden. Alle, je nach Konzentration und Kombination mit anderen Stoffen, mehr oder weniger gefährlich für die menschliche Gesundheit. Welche der Substanzen letztlich Beschwerden hervorruft, ist oft nur schwer auszumachen. Denn Symptome wie Kopfschmerzen, Unwohlsein, Hautausschläge, rheumaähnliche Beschwerden, Atemwegserkrankungen oder Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben. Fest steht aber: Die Gifte in den eigenen vier Wänden können nicht nur Allergien auslösen, sondern auch krank machen.

Sie können den Artikel aus der BAUIDEE Nr. 5_2012 ganz bequem in unserem Online-Shop bestellen.

 

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Schimmelschutz mithilfe der Natur

Lehmputze und andere Naturbaustoffe schützen vor gefährlichem Schimmel. Foto: Claytec/natureplus
Lehmputze und andere Naturbaustoffe schützen vor gefährlichem Schimmel. Foto: Claytec/natureplus

(djd/pt). Schimmelsporen sind überall in unseren Wohnungen. Das ist kein Problem, der menschliche Körper ist darauf eingerichtet. Kritisch wird es, wenn sich Schimmelpilze massenhaft vermehren. Atemwegsbeschwerden, Asthma, Allergien und Infektionen können die Folge sein. Gerade Kleinkinder oder alte und kranke Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet.

Schimmel vermehrt sich überall dort, wo es dauerhaft feucht ist, etwa in schlecht gedämmten Zimmerecken, hinter Schränken oder in Heizkörpernischen. Hier schlägt sich in der kalten Jahreszeit die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit nieder und bildet damit den idealen Nährboden für Schimmel. Schimmelentferner, die häufig selbst giftige Stoffe enthalten, lösen das Problem nur kurzfristig.

  Neben regelmäßigem Stoßlüften und ausreichendem Heizen verhindern Farben, Innenputze und Dämmstoffe, die Wasserdampf gut aufnehmen, verteilen und nach und nach wieder an die Raumluft abgeben können, dass sich Feuchtigkeit bildet. Moderne Innenputze und Wandfarben aus dem Traditionsmaterialien Kalk und Lehm sind hier besonders erfolgreich und sehen gleichzeitig auch gut aus.