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Foto: Hager
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Interview mit Achim Jungfleisch (Fortsetzung von Seite 1)

 

 

 

 

Worauf muss man besonderes Augenmerk legen?

Auf die Bedürfnisse von heute und morgen: Also auf Komfort-, Sicherheits- und Energiesparfunktionen mit Bewegungsmeldern oder Rollladensteuerungen, aber auch auf die Auslegung des Zählerplatzes als Technikzentrale für Energieerzeugung oder E-Mobilität.

 

Ein Schlagwort in diesem Zusammenhang ist der Begriff „Smart Home“, den wir allerdings bewusst nicht verwenden. Wir verwenden stattdessen den Begriff des intelligenten Zuhauses, der einen viel breiteren Ansatz vertritt: Er reicht vom Zählerschrank als Technikzentrale über Funktionslösungen wie Bewegungs- oder Präsenzmelder bis hin zur Netzwerktechnik und der KNX-basierten Gebäudesystemtechnik. In einem intelligenten Zuhause müssen jedoch nicht zwangsläufig sämtliche dieser Lösungen realisiert sein. Vielmehr kann der Elektro-Installateur aus all diesen Möglichkeiten ein maßgeschneidertes und bedarfsgerechtes Angebot für seinen Kunden entwickeln.

 

Ab wann sollte man sich in einem älteren Haus Gedanken über die Elektroinstallation machen?

Eine fachgerecht installierte ElektroInstallation mit Markenfabrikaten ist sehr langlebig. Immer mehr angeschlossene Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik sowie neue Lösungen für mehr Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung machen eine grundlegende Überprüfung – beispielsweise im Rahmen des E-Checks –alle 10 bis 15 Jahre jedoch ratsam.

 

So ist einerseits gewährleistet, dass man mit seiner Elektroverteilung „auf der sicheren Seite“ ist und zum anderen kann man so auf Wunsch auch am technischen Fortschritt teilhaben. Denn viele Lösungen hinsichtlich Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit kann der Elektrofachmann problemlos nachrüsten – indem er beispielsweise einen einfachen Schalter gegen einen energiesparenden Dimmer austauscht. Aber auch Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter, Rauch- und Wärmewarnmelder oder sogar Radios, die in einem Lichtschalterrahmen Platz finden, sind schnell installiert.

 

Wie kann man sein Haus adäquat vor Blitzschäden schützen?

Am besten durch die Kombination von äußerem Blitzschutz mit Blitzableiter und innerem Blitzschutz der Elektroinstallation mit Schutzgeräten im Zählerschrank. Diese schützen elektrische und elektronische Geräte vor der Zerstörung durch Überspannung.

 

So ist man vor Überspannungen jeder Art sicher. Denn nicht nur ein direkter Blitzschlag ist gefährlich, sondern alle Einschläge in einem Umkreis von zwei Kilometern können zerstörerische Auswirkungen haben. Selbst Schalthandlungen von Energieversorgern oder Kurzschlüsse können zu Schäden führen.

 

Welche Möglichkeiten gibt es im Neubau, aber auch zur Nachrüstung?

Für Neubau und Nachrüstung gilt: Nur ein komplettes Schutzkonzept bietet wirkungsvollen Schutz. Der Elektrofachmann kann die erforderlichen Geräte jederzeit und ohne großen Aufwand im Zählerschrank einbauen. Die Kosten für Material und Einbau sind um ein Vielfaches geringer als die niedrigste Schadensumme nach einem Blitzschlag.

 

Auch hier gilt: Nur ein Elektro-Fachmann kann die bereits vorhandenen Schutzsysteme hinsichtlich ihrer Effizienz beurteilen, Maßnahmen zur Optimierung vorschlagen oder bei völligem Fehlen von Überspannungsschutz die jeweils beste Lösung vorschlagen und installieren.

 

 

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