AUSSTATTUNG

Fliesen: Der Natur abgeschaut

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Foto: Jasba

Laminat hat es mit seinen superrealistischen Holznachbildungen vorgemacht. Und jetzt stürzt sich auch die keramische Industrie auf dieses Vorbild: die Natur. Der große Trend bei den aktuellen Fliesenkollektionen – zumindest auf dem Boden – ist die Stein-Optik. Im Bad sind keramische Beläge auch an der Wand die unangefochtene Nummer eins. Die täuschend echte Nachbildung von feinen Steinen wie Granit, Marmor, Kalkstein oder Schiefer verbindet die Industrie geschickt mit den technischen Vorteilen der Keramik. Im puristischen Betonlook hat ein Fliesenbelag dann auch gleich die loftig-coole Alternative zum Feinsein drauf. Keramik kann heute fast alles, ganz gleich ob Metall-, Leder- oder Textilstrukturen. Und manchmal greift sie eine Materialeigenschaft nur auf, um sie dann bewusst in Farbe oder Oberfläche wieder zu verfremden. Aber im Vordergrund steht aktuell die Abkehr von kurzlebiger Effekthascherei und die Besinnung auf natürliche Schönheit, bewährte Materialien und bleibende Werte. Dazu gehört auch die Sehnsucht nach sinnlich authentischer Materialität. Also gerät auch Holz zunehmend in den Blick der Fliesendesigner, seit modernste Fertigungsverfahren wie Inkjetglasur und Reliefdruck auch den Keramikern immer realistischere Materialinterpretationen ermöglichen. Da ist ein rustikaler Dielenboden in der Dusche kein Problem mehr, weder in puncto Trittsicherheit, noch bei der Wasserunempfindlichkeit. Und das elegante Parkett im Wohnbereich, das durch frostfeste Keramikbodenplatten nachgebildet wird, lässt sich ohne Weiteres auf dem Balkon oder der Terrasse fortsetzen. 

 

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