Alte Heizungspumpen: Mit Austausch und Förderung bares Geld sparen

Seit August diesen Jahres fördert die Bundesregierung den proaktiven Pumpentausch in Privathäusern mit 30% auf den Nettobetrag der Rechnung. Noch wird diese Förderung eher schleppend angenommen. Das ist durchaus verwunderlich, kann der Eigenheim- und Wohnraumbesitzer doch bares Geld sparen und das schon nach kürzesten Amortisationszeiträumen. Denn was kaum einer weiß: alte Heizungspumpen im Keller sind der Stromfresser Nummer Eins im Haushalt.

Hier finden Sie eine Übersicht der fünf größten Stromverbraucher im Haus.
Hier finden Sie eine Übersicht der fünf größten Stromverbraucher im Haus.

Kennen Sie die größten Stromverbraucher in Ihrem Haushalt? Elektrogeräte benötigen viel Strom – oft sind sich Verbraucher aber gar nicht darüber im Klaren, welches Gerät der größte Stromfresser im Haushalt ist. Denn dieser verbirgt sich meist an einem Ort, der selten berücksichtigt wird: alte, ungeregelte Heizungspumpen im Keller treiben die Kosten in die Höhe. So verbraucht eine alte Heizungspumpe im Jahr durchschnittlich circa 600 kWh Strom, was sich auf der jährlichen Abrechnung durchschnittlich mit rund 172 Euro niederschlägt. Damit hat die alte Pumpe den anderen Haushaltsgeräten gegenüber die Nase vorn, was einen hohen Verbrauch angeht. „Neue Hocheffizienzpumpen können den Verbrauch um bis zu 90 % reduzieren, dabei sprechen wir dann von Einsparungen in der Höhe von 160 Euro pro Jahr“, so Christian Kruse, vom Dortmunder Pumpenhersteller Wilo. „Somit lohnt sich der vorzeitige Austausch einer alten Heizungspumpe, je nach Objekt und Verbrauchsgegenstand amortisiert sich der Tausch bereits nach 18 Monaten.“

Gerade jetzt wird der Wechsel auf eine effizientere Pumpe noch attraktiver für Eigenheimbesitzer: bis voraussichtlich 2020 kann mit der vom Bund bezuschussten Pumpenförderung zusätzlich Geld gespart werden – private Hausbesitzer und Betreiber erhalten auf Antrag den staatlichen Zuschuss von 30 % auf die Nettokosten für Pumpe und Installation.

 

Um den Verbrauch der Heizung ebenfalls zu reduzieren, reichen schon kleine Maßnahmen, die wenig Aufwand bedeuten. Gönnen Sie Ihrer Heizung zwischendurch mal eine kleine Auszeit: nachts und gerade auch bei längerer Abwesenheit kann sie einfach runtergeschaltet werden. Versuchen Sie zudem die Temperatur nach Möglichkeit an die jeweilige Nutzung des Raumes anzupassen, damit wenig genutzte Räume nicht überheizt werden. Christian Kruse hier verweist hier auf die wichtigste Maßnahme: „Die Heizungsanlage sollte regelmäßig durch Ihren Fachhandwerksbetrieb geprüft und gewartet werden – so sichern Sie auch weiterhin die Leistungsfähigkeit der Anlage.“

Sie suchen einen geeigneten SHK-Handwerksbetrieb in Ihrer Nähe, der den Pumpentausch für Sie durchführen kann? Mit der Fachhandwerkersuche des Zentralverbandes Sanitär und Heizung (ZVSHK) finden Sie den passenden Fachbetrieb in Ihrer Nähe. Den direkten Link gibt es auch auf www.pumpenförderung.de. Bei weiteren Fragen rund um den vorgezogenen Pumpentausch und die Pumpenförderung helfen zum Beispiel auch die Wilo-Förderberater unter www.wilo.de

So funktioniert das Antragsverfahren der Pumpenförderung im Überblick:

  • Registrieren Sie sich vorab über das Portal des Bundesamt für Wirtschaft  und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de oder www.pumpenförderung.de.
  • Notieren Sie Ihre persönliche Kennnummer, da diese für die spätere Antragsstellung und Anmeldung im Portal wichtig ist
  • Der von Ihnen beauftragte SHK-Betrieb führt den Pumpentausch und/oder hydraulischen Abgleich durch und stellt Ihnen die Rechnung aus
  • Die Förderung kann nun bis zu sechs Monate nach der Vorabregistrierung im BAFA-Portal beantragt werden
  • Fügen sie als Kostenbeleg die Rechnung Ihres SHK-Betriebs bei und zahlen am besten nicht in bar, sondern per Überweisung. So bleibt nachweisbar, dass Sie die Rechnung auch bezahlt haben! Nun bekommen Sie einen Zuschuss von 30 % auf den Nettobetrag der Handwerkerrechnung

Text: Wilo SE