Bauherren brauchen Pläne und Berechnungen

Wer ein Haus baut, der muss nicht nur die Baufirmen bezahlen und das Material, sondern auch sämtliche Planungen, die nötig sind, damit das Haus sicher steht und geltendem Recht entspricht. Schlüsselfertigbauherren interessieren sich nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) vor allem für das Haus und seine Ausstattung, weniger für die dazu nötigen Planungen. Doch das ist zu kurz gegriffen.

Denn entsprechend selten denken sie daran, die Übergabe der Planungsunterlagen vorab vertraglich zu regeln – und zwar so rechtzeitig, dass die Bauausführung auch anhand dieser Unterlagen vom Berater geprüft werden kann. Diese Regelung ist aber unentbehrlich. Fehlt sie im Vertrag, sehen nämlich auch Gerichte oft keinen Grund, dem Bauherrn nachträglich die Herausgabe der Planungsunterlagen zuzusprechen – und das, obwohl der Bauherr die Planleistungen honorieren muss. Bauherren brauchen ihre Pläne und Berechnungen aber unter allen Umständen: Einmal, damit sie die Planungen vom eigenen unabhängigen Experten prüfen lassen können. Zum Zweiten benötigen sie die Pläne, um jederzeit zu checken, ob die Planungen beim Bauen auch korrekt umgesetzt werden. Zum Dritten müssen Bauherren noch nach Jahren gegenüber dem Bauamt belegen können, dass ihr Haus kein Schwarzbau ist, sondern geltenden Vorschriften entspricht. Welche Pläne und Berechnungen Bauherren sich unbedingt aushändigen lassen sollten, das hat der VPB in seinem Ratgeber Bauunterlagen beschrieben. Er kann gratis von der VPB-Website unter http://tinyurl.com/7hjtwyp heruntergeladen werden.

Weitere Informationen unter www.vpb.de.