VPB: Rechtsstreit besser vermeiden

Wer einmal baut, möchte es in der Regel nicht wieder tun. Denn oft kommt es zu Streitigkeiten mit der ausführenden Baufirma. Der Gang vor Gericht erscheint hier als beste Lösung. Wieso Bauherren ihre Baufirma jedoch nicht immer gleich verklagen sollten, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB).

„Dann verklagen wir eben die Baufirma, schließlich sind wir im Recht!" Solche Sätze hören die Bauherrenberater des Verbands Privater Bauherren (VPB) immer wieder. Bauherren ärgern sich - oft zu Recht - über ihre Baufirma. Sie fühlen sich im Stich gelassen, mitunter verraten und verkauft. Ein Richter soll dann für sie Gerechtigkeit herstellen. Der Gang vor Gericht ist im Alltag nicht immer die beste Lösung, warnt der VPB. Vor einem Rechtsstreit sollten Bauherren erst alle anderen Möglichkeiten bedenken und ausschöpfen. Wer vor Gericht zieht, der muss nämlich mit langen, manchmal jahrelangen Verfahren rechnen, und deren Ausgang ist ungewiss. Nach VPB-Erfahrung steht am Ende des Rechtsstreits oft auch kein Urteil, sondern ein Vergleich. Mitunter ist auch die Firma, die die Bauherren verklagt hatten, inzwischen insolvent. Dann fehlt den Bauherren nicht nur das Geld, das sie eigentlich erstreiten wollten, sondern sie bleiben auch noch auf den Verfahrenskosten sitzen – und das, obwohl sie vielleicht sogar gewonnen haben. Der VPB rät deshalb: Besser vorsorgen statt später streiten! Angehende Bauherren sollten immer zunächst den Bauvertrag prüfen lassen. Dabei bekommen sie einen Eindruck davon, wie die Schlüsselfertigfirma arbeitet: Hat sie alle Pläne und Berechnungen? Legt sie Zusatzkosten auf den Tisch? Offeriert sie Sicherheiten? Oder taktiert sie und hält die Bauherren hin? Mancher erbitterte Streit hat seinen Ursprung in komplexen Vertragspassagen. Genauso wichtig wie die Vertragskontrolle ist später natürlich die laufende Baukontrolle.

 

Weitere Informationen und einen qualifizierten Baubegleiter finden Sie unter www.vpb.de.