Digitalisierung der Energiewende

Der Bundestag hat gestern einen Gesetzentwurf zur "Digitalisierung der Energiewende" beschlossen. Wie das Onlineportal www.heise.de berichtet, sollen nun intelligente Stromzähler (Smart Meter) flächendeckend zum Einsatz kommen.

Wie es in dem Bericht heißt, habe das Parlament am Donnerstagabend einen Gesetzentwurf befürwortet, der vorsieht, dass bis zum Jahr 2035 intelligente Messsysteme in Betrieben und Haushalten Einzug halten sollen. "Die Parlamentsmehrheit sprach sich dabei für das umstrittene Regierungsvorhaben zur 'Digitalisierung der Energiewende' in geänderter Form im schwarz-roten Sinne aus. Linke und Grüne votierten gegen die Initiative. Größere Verbraucher ab 7 kW installierter Leistung und Betreiber von Erzeugungsanlagen wie Photovoltaik-Systemen zwischen 1 und 7 kW sieht der Bundestag von 2017 an in einer Vorreiterrolle, wenn es darum geht, 'Smart Meter' ins Feld zu bringen. Der 'haushaltsnahe Bereich' soll ab 2020 bei einem Jahresverbrauch von über 6000 kWh an 'mit einem verpflichtenden Einbau' folgen. Dies trifft durchschnittlich für einen Haushalt mit fünf oder mehr Personen zu.


Branchenzusammenschlüsse wie der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) oder der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hatten im Vorfeld vor einem solchen Schritt gewarnt, da dieser die Kosten für den weit gefassten Kreis von Betroffenen unnötig in die Höhe treibe", so das Online-Portal wörtlich. Weiter heißt es: "Kleinere Heime sollen später mit intelligenten Zählern nachgerüstet werden. Netzbetreiber dürfen aber auch schon zeitnah Haushalte in Eigenregie mit intelligenten Zählen ausstatten, sodass Kritiker eine 'Zwangsbeglückung' der Verbraucher befürchten. Der Bereich Elektromobilität soll prinzipiell ebenfalls eingeschlossen werden. Vorschriften, wie Zählpunkte konkret ausgestattet sein müssen, gibt es aber nur für 'ortsfeste' Installationen. Im Streit um die Verbrauchsdaten, die Smart Meter deutlich genauer und ständig messen können als herkömmliche Zähler, hat sich der Gesetzgeber freizügig erwiesen: Neben den vier großen Übertragungsnetzbetreibern bekommen auch kommunale Energieversorger wie Stadtwerke mit mehr als 100.000 angeschlossenen Kunden die begehrten Informationen frei Haus, mit denen sich umfangreiche Nutzungsprofile erstellen lassen: die größeren Verteilnetzbetreiber erhalten am Folgetag automatisch Messdaten im 15-Minuten-Abstand."

 

Hier geht es zum vollständigen Artikel >>>