Bausparkassen wohl mit neuer Kündigungsmasche

Bereits seit einiger Zeit machen viele Bausparkassen dadurch auf sich aufmerksam, dass sie alte und damit in der Regel sehr lukrativ verzinste Verträge kündigen. Wie die BILD-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, scheint es jetzt eine neue Methode zu geben, um solche Kunden loszuwerden.

In dem beschriebenen Fall hatte eine Kundin über einen Zeitraum von 18 Jahren hinweg jeden Monat ihre Beiträge pünktlich bezahlt. Allerdings habe sie nie die Regelsparrate von 230,- € bezahlt (richtet sich nach der Höhe der Bausparsumme), sondern deutlich geringere Beiträge. Wie es in dem Bericht weiter heißt, forderte die Bausparkasse sie deshalb zu einer Nachzahlung in Höhe von 20.000,-€ auf - und das innerhalb von zwei Monaten. "Die Kündigung wegen Beitragsrückstands ist eine weitere Masche, um teure Altkunden loszuwerden", erklärt Nils Neuhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Er bezweifle, dass die Forderungen rechtens seien. Vielmehr könne die Bausparkasse lediglich verlangen, dass die Kundin künftig die volle Sparrate bezahlt. Da sich die Kundin weigerte, die Nachzahlung zu entrichten, erhielt sie nun die Kündigung. Wie es jetzt weitergeht, ist offen - BAUIDEE hält Sie jedoch über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.