Steuern sparen durch Kostenbeteiligung am Straßenausbau

Auch die Kosten für den Ausbau einer Gemeindestraße, an denen sich ein Anlieger beteiligen muss, können gemäß Einkommensteuergesetz als Handwerkerleistungen steuermindernd berücksichtigt werden. Wie die Wüstenrot Bausparkasse mitteilt, gilt dies nach Auffassung des Finanzgerichts Nürnberg auch dann, wenn die Arbeiten am öffentlichen Straßennetz anfallen. 

Mit einer Höhe von 20 % und maximal 6.000 Euro können Anlieger, die sich an den Kosten für den Ausbau einer Gemeindestraße beteiligen müssen, diese gemäß Einkommensteuergesetz als Handwerkerleistungen mit steuermindernd geltend machen. Dies gilt nach Auffassung des Finanzgerichts Nürnberg auch dann, wenn die Arbeiten am öffentlichen Straßennetz anfallen und ergibt sich aus einem Urteil des Gerichts vom 24.06.2015 – Az.: 7 K 1356/14. Demnach sind nicht nur Handwerkerleistungen begünstigt, die in einem Haushalt des Steuerzahlers erbracht werden. Dasselbe gelte vielmehr auch bei Leistungen, die für den Haushalt erbracht wurden. Im Urteilsfall ging es um öffentliches Straßenland vor dem Grundstück des Klägers, das zu einer Straße ausgebaut wurde. Auch die Zuleitungen für Wasser und das Internet wurden modernisiert. Zwischen der ausgebauten Straße und der Wohnung des Klägers bestehe – wie der Bundesfinanzhof verlangt – eine räumlich-funktionale Beziehung. Das von der Finanzverwaltung gegen dieses Urteil angestrengte Revisionsverfahren wurde zurückgezogen, sodass das Urteil rechtskräftig ist. 

 

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