Wohngebäudeversicherung unter der Lupe: Preisunterschiede von mehr als 300 %

Vielen Hauseigentümern wird ihre Wohngebäudeversicherung gekündigt oder sie erhalten eine drastische Preiserhöhung. Die Stiftung Warentest zeigt in einem aktuellen Vergleich von 97 Angeboten von 41 Versicherern, wo es günstige Policen gibt und wie groß die Unterschiede der einzelnen Anbieter sind. 

Die Wohngebäudeversicherer machen aktuelle gewaltig Druck auf Ihre Versicherungsnehmer, so die Stiftung Warentest: "Entweder der Kunde schluckt die Preiserhöhung des Versicherers oder er wird rausgeworfen. Da bleibt nur die Suche nach einem günstigeren Vertrag." Dass es diese Verträge gibt, belegt der Test. Von 97 Tarifen bieten 32 ein Leistungspaket, das die Stiftung Warentest empfiehlt.

So sollten Hausbesitzer vor allem auf die Leistungen achten: Wichtig für jeden ist, dass der Versicherer auch bei grober Fahrlässigkeit leistet – zum Beispiel, wenn das Haus abbrennt, weil eine Kerze unbeaufsichtigt blieb. Auch Aufräum- und Abbruchkosten und die Entsorgung von Erdreich, das nach einem Brand verseucht wurde, sollte der Tarif abdecken. Eigentümer, deren Haus eine Solaranlage hat, sollten diese ebenfalls versichern. Ähnliches gilt für Garagen, Carports und Grundstücksmauern. Stehen viele Bäume auf dem Grundstück, kann die Entsorgung teuer werden, wenn sie von einem Sturm umgeknickt wurden. Finanztest listet in seiner aktuellen Ausgabe auf, welche Tarife solche Zusatzleistungen bieten. Der Schutz für den Modell-Altbau kostet laut Testergebnis beim günstigsten Anbieter 238 Euro im Jahr, beim teuersten 809 Euro. 

 

Der ausführliche Test mit allen Tarifen und Ergebnissen ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 20.04.2016 am Kiosk) erschienen und online auch unter www.test.de/wohngebaeudeversicherung kostenpflichtig abrufbar.