VPB: Bei Photovoltaikanlagen auch an wachsende Bäume denken

Frühling und Sommer sind die ideale Zeit, um eine Solaranlage zu installieren. Damit sich die Investition lohnt, müssen die Voraussetzungen stimmen – und zwar die baulichen wie die klimatischen, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Mit entscheidend für den Ertrag einer Solaranlage ist die sogenannte Globalstrahlung. Darunter verstehen Fachleute die gesamte am Erdboden ankommende Strahlung. Sie wird in Globalstrahlungskarten dokumentiert, die auf den Messwerten des Deutschen Wetterdienstes und des europäischen Wettersatelliten Meteosat basieren. Abrufbar sind die Karten beim Deutschen Wetterdienst unter www.dwd.de.

Ebenso wichtig für die Entscheidung was aufs Dach kommt, ist die Ausrichtung der Dachfläche: Solaranlagen lohnen sich gen Süden, auch noch nach Ost und West, aber nicht auf der Nordseite. Im Idealfall hat das Dach 25 bis 30 ° Neigung.

Dabei mindert Schatten immer den solaren Ertrag. Solaranlagen sollten also nicht durch Nachbarhäuser oder wachsende Bäume beeinträchtigt werden. Zumal Bäume im Nachbarrecht immer noch höheren Stellenwert genießen als die nachhaltige Stromgewinnung auf dem Dach. Der VPB erinnert auch an die Statik: Das Dach muss die zusätzliche Last der Anlage tragen können. Und wer auf die Einspaisevergüntung setzt und den selbst erzeugten Strom nicht in einem der Batteriespeichersysteme bevorraten will, der kann die Solarausbeute vom Dach ins öffentliche Netz einspeisen. Dazu müssen entsprechende Elektroleitungen durchs Haus gezogen werden. Ob Sie nun die Einspeisevergütung oder die solaren Energiegewinne selbst nutzen wollen, in jedem Fall muss die Anlage gut geplant werden. Bauherren sollten sich daher im Vorfeld unbedingt firmen- und produktneutral beraten lassen.

 

Weitere Informationen unter www.vpb.de.