Schäden an der Bausubstanz: Schnee und Eiszapfen entfernen!

Der Winter hat uns bundesweit fest im Griff und über das Wochenende sind vielerorts mehrere Zentimeter Schnee gefallen. Dabei sehen die Schneeverwehungen romantisch aus – sind aber Gift für die Bausubstanz, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB).

Viel Neuschnee in Verbindung mit Windböen führt leicht zu romantisch Anmutenden Schneeverwehungen an den Häusern. Doch Schneeverwehungen an Hausecken sowie vor Terrassen- und Balkontüren sollten Hausbesitzer umgehend beseitigen, raten die Experten des VPB. Beginnt es nämlich zu tauen, dann läuft das Tauwasser oft unter den Türen durch ins Haus und durchfeuchtet dabei Mauerwerk, Boden und Belag und führt zu empfindlichen Schäden an der Bausubstanz und womöglich auch zu Schimmel.

Schwieriger ist es, Schneeverwehungen auf dem Dach zu beseitigen. Aber auch das ist wichtig, denn durch Tauwasser, das nicht richtig ablaufen kann, können nach VPB-Erfahrung Feuchteschäden in der Dachkonstruktion entstehen. Solche Feuchteschäden sollten Hausbesitzer umgehend beseitigen lassen, denn nasse Wärmedämmung schimmelt nicht nur, sie dämmt auch nicht mehr! Auch Eiszapfen sind zwar ein schönes Fotomotiv, aber ein Zeichen für eine verstopfte Dachrinne, die nicht richtig abläuft. Statt durch die Rinne abzulaufen, sucht sich das Wasser seinen Weg über deren Kante. Beginnt es zu tauen, läuft das Tauwasser dann oft die Fassade herunter und durchfeuchtet den Putz.

Spätestens im Frühjahr sollten Hausbesitzer die Rinnen und das Gefälle daher prüfen lassen, damit es nicht vergessen wird und im nächsten Winter wieder Ärger bereitet. Übrigens: Wer Eiszapfen, die sich beim Abstürzen in gefährliche Waffen verwandeln, nicht abschlagen kann, weil sie unerreichbar hoch hängen, der sollte zumindest die Gefahrenzone unterhalb sorgfältig absperren, rät der VPB. Auch das gehört zu den Verkehrssicherungspflichten jedes Hausbesitzers.

 

Weitere Informationen unter www.vpb.de.