Förderendspurt: Noch bis 31.12. staatliche Zulagen sichern

Auch wenn die Sparzinsen aktuell eher mager ausfallen, gibt es zahlreiche staatliche Fördermöglichkeiten, die bei der Immobilienfinanzierung helfen können. Die Finanzexperten von LBS West wissen, wie Sie sich Wohnungsbauprämie, Riester-Förderung und Arbeitnehmer-Sparzulage für dieses Jahr sichern.

Mit den staatlichen Zulagen als Extra-Zutaten macht Bausparen noch einmal so viel Spaß. Foto: LBS West
Mit den staatlichen Zulagen als Extra-Zutaten macht Bausparen noch einmal so viel Spaß. Foto: LBS West

Sparer müssen sich zurzeit mit mageren Zinsen begnügen. Wer mehr Speck auf seinem Konto ansetzen will, darf auf staatliche Unterstützung zählen. Bis zum 31.12.2015 müssen dafür bestimmte eigene Sparleistungen erfüllt sein, um noch die volle Riester-Förderung, die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmer-Sparzulage zu bekommen. Besonders Riester-Sparer sollten jährlich überprüfen, ob sie die Förderung voll nutzen, raten die LBS-Experten und haben einen Überblick darüber, was zum Jahresende zu beachten ist, für Sie zusammengestellt.


Riester-Förderung:
Was bringt‘s? Für Singles sind 154 Euro pro Jahr vom Staat drin. Eine vierköpfige Familie kann bis zu 908 Euro Zulagen bekommen. Eventuell kommen individuelle Steuervorteile hinzu.
Was muss ich dafür tun? Volle Förderung bekommt, wer auf einen Wohn-Riester-Vertrag im Jahresverlauf 4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens einzahlt. Geringverdiener, Ehepartner und eingetragene Lebenspartner können vielfach bereits mit 5 Euro Sparbeitrag pro Monat die komplette Zulage bekommen.
Was muss ich zum Jahresende beachten? Das Bruttoeinkommen ändert sich meist von Jahr zu Jahr. Damit die volle Förderung fließt, sollten Sie zuerst einen Blick auf die Steuererklärung des Vorjahrs werfen und Ihren Riester-Berater anrufen. Er berechnet für Sie, ob es sich noch lohnt, in diesem Jahr einzuzahlen, um die maximale Zulage zu bekommen. 


Wohnungsbauprämie (WoP): 

Was bringt‘s? 8,8 % auf das Spargeld sind in heutigen Zeiten eine gute Rendite. Die gibt es für Bausparer auf Einzahlungen von 50 bis maximal 512 Euro pro Jahr. Bei Verheirateten sind sogar 1.024 Euro Spargeld förderfähig. 
Was muss ich dafür tun? Bausparen und gleichzeitig nicht zu viel Einkommen haben: Die WoP gibt es nicht für Top-Verdiener. Verheiratete dürfen maximal 51.200 Euro als Einkommen zu versteuern haben, Singles halb so viel. WoP bekommt nur, wer sie beantragt. Den Antrag verschickt die Bausparkasse immer in den ersten Monaten des Jahres. 
Was muss ich zum Jahresende beachten? Wer gehaltsmäßig eine Chance auf WoP hat, sollte auf sein Bausparkonto schauen und prüfen, ob die Einzahlung noch aufgestockt werden sollte. Wer sich’s leicht machen will, fragt seinen Bausparberater.  


Arbeitnehmer-Sparzulage: 
Was bringt‘s? Bausparer erhalten 9 auf Vermögenswirksamen Leistungen (VL) bis 470 Euro, die im Jahresverlauf auf ihren Vertrag eingezahlt wurden.
Was muss ich dafür tun? Mit dem Arbeitgeber sprechen und ihn bitten, VL auf einen Sparvertrag zu überweisen. Viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter damit beim Sparen für die Zukunftsvorsorge. Für alle, die nicht mehr als 17.900 Euro pro Jahr verdienen (Verheiratete: 35.800 Euro) gibt es dann die Arbeitnehmer-Sparzulage nachträglich gutgeschrieben. Die Zulage wird mit der Steuererklärung beantragt.  
Was muss ich zum Jahresende beachten? Schaffen Sie die Voraussetzungen, um ab Januar 2016 die Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten. Das bedeutet: Prüfen, ob Ihr Arbeitgeber VL zahlt. Wenn ja, richten Sie einen Bauspar- oder Fondssparvertrag ein und lassen Sie die VL dorthin überweisen.


Weitere Informationen unter www.lbs.de/west.