Baufinanzierung: Wie sich Hausbesitzer niedrige Anschluss-Zinsen sichern

Nachdem die Zinsen fürs Baugeld jahrelang auf immer neue Tiefstände gesunken waren, mehren sich die Zeichen für Zinssteigerungen. Doch auch Eigentümer mit laufender Baufinanzierung haben die Möglichkeit, sich heute die niedrigen Zinsen für später zu sichern. Dafür eignet sich unter anderem am besten ein Bausparvertrag, so die Experten von der BHW Bausparkasse.

Foto: Fingerhaus/BHW Bausparkasse
Foto: Fingerhaus/BHW Bausparkasse

Viele Hausbesitzer haben Grund zu grübeln. Die Hypothekenzinsen für ein Zehn-Jahres-Darlehen liegen im Moment unter 2 %, doch jüngst war ein erster Anstieg zu verzeichnen. Die Frage lautet: Wie teuer wird Baugeld sein, wenn ich in einigen Jahren eine Anschlussfinanzierung benötige? Sicher ist nur, dass es drei Monate vor Vertragsende ein Verlängerungsangebot der Bank gibt.

Wer Zinssteigerungen vorbeugen will, sollte parallel zu seinem Hypothekendarlehen einen Bausparvertrag ansparen. Der gilt zu Recht als das klassische Instrument für die Zinssicherung. "Die Bausparsumme sollte so gewählt werden, dass damit das alte Darlehen rechtzeitig abgelöst werden kann", empfiehlt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. "Es genügt, 40 % der abgeschlossenen Bausparsumme anzusparen." Weitere Vorteile sind jederzeit mögliche Sondertilgungen und die Option, zusätzlich die staatlichen Förderungen wie Wohnriester zu nutzen.

Läuft der Hauskredit bei der Bank schon in drei bis fünf Jahren aus und besteht kein Bausparvertrag, kann sich der Eigentümer mit einem Forwarddarlehen wappnen. Damit löst er nach Ende seiner Zinsbindung das alte Darlehen ab und sichert sich einen garantierten Zinssatz für die Folgejahre. So viel Planungssicherheit kostet zwar einen Aufschlag von rund 0,2 % pro Jahr. "Aber wer einen niedrigen Zinssatz hat, kann höher tilgen und die Gesamtkosten um mehrere Tausend Euro senken", betont Neuborn. 


Weitere Informationen unter www.bhw.de.