Dank niedriger Zinsen: Kaufen in NRW günstiger als Mieten

Kaufe ich eine Wohnung oder zahle ich weiter Miete? Immobilieninteressenten in Nordrhein Westfalen, die sich diese Frage stellen, haben nun eine zusätzliche Entscheidungshilfe. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat die Kosten für Käufer und Mieter verglichen und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

Wegen der niedrigen Zinsen wohnen Eigentümer in NRW deutlich günstiger als Mieter. Foto: LBS
Wegen der niedrigen Zinsen wohnen Eigentümer in NRW deutlich günstiger als Mieter. Foto: LBS

Häufig stellt sich für Mieter die Frage, ob es sich in Anbetracht der steigenden Mieten, angesichts der historisch niedrigen Bauzinsen und trotz stetig steigender Kaufpreise für Immobilien, nicht dennoch lohnt, zu kaufen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat die Kosten für Käufer und Mieter nun verglichen und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Demnach zahlen Eigentümer in Nordrhein-Westfalen im Schnitt 26 % weniger für eine 100-Quadratmeter-Wohnung als Mieter. Den größten Vorteil haben Eigentümer mit 36 % im Landkreis Düren, in Hagen sind es immerhin noch knapp 16 %. Auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf wohnen Eigentümer um 21 % günstiger. Sie sparen damit gegenüber Mietern mehr als 2.200 Euro im Jahr.

Hauptursache dafür sind die deutlich gesunkenen Finanzierungskosten: „Die derzeit niedrigen Hypothekenzinsen gleichen die gestiegenen Immobilienpreise mehr als aus“, sagt Dr. Christian Schröder, Immobilienmarktexperte der LBS.

Vor sechs Jahren lagen die Hypothekenzinsen um die 5 %, heute sind es gerade einmal 2 %. Seinerzeit waren die Finanzierungskosten so hoch, dass es in nur 20 von 402 deutschen Kreisen und Städten günstiger war, eine Wohnung zu kaufen anstatt sie zu mieten. Heute ist es genau umgekehrt: Der Eigentümer ist in 398 deutschen Kreisen und Städten im Vorteil.

Basis für den Vergleich ist einerseits die Kaltmiete. Auf Eigentümerseite flossen der Kaufpreis inklusive Grunderwerbsteuer, die Fremdkapitalkosten, entgangene Anlagezinsen für das Eigenkapital, Instandsetzungskosten sowie die Wertentwicklung von Grundstück und Gebäude ein. Derzeit ist eine Trendumkehr zwischen Mieter und Eigentümern nicht abzusehen. Damit Kostengleichstand herrscht, müssten die Hypothekenzinsen wieder auf mindestens 4 % ansteigen.

 

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