So alt sind Deutschlands Eigenheime

Ein Drittel der deutschen Eigenheime ist reif für eine Modernisierung. Vor allem in den neuen Bundesländern ist der Bedarf groß. Das zeigen Ergebnisse des aktuellen LBS-Hausbesitzertrend 2015, einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der LBS.

Quelle: LBS
Quelle: LBS

Aktuelle Studien belegen immer wieder: Der Modernisierungsbedarf bei Bestandsbauten und damit das energetische Einsparpotenzial sind noch immer sehr hoch. So geben im Hausbesitzertrend 2015 im Auftrag der LBS in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen vier von zehn Hausbesitzern an, ihre Immobilie müsse modernisiert werden. In Ländern wie Bayern und Baden-Württemberg ist der Anteil geringer. 

Besonders häufig modernisiert wird im Norden Deutschlands. Annähernd ein Drittel der Hausbesitzer in Schleswig-Holstein und Hamburg hat in den letzten drei Jahren energetische Maßnahmen durchgeführt. Auch in Niedersachsen und Bremen sowie in Rheinland-Pfalz und im Saarland war der Anteil mit jeweils 29 % und 28 % vergleichsweise hoch. Der Blick auf Deutschland zeigt indes: Die Herausforderungen sind in den einzelnen Bundesländern sehr verschieden. So gibt es große Unterschiede beim Alter des Gebäudebestandes. „In den neuen Bundesländern ist der Anteil der Eigenheime, die älter als 50 Jahre sind, besonders hoch“, sagt Sabine Schmitt von der LBS. „Gleichzeitig fällt jedoch auf, dass es hier sehr viele relativ neue Immobilien gibt, die jünger als 20 Jahre sind.“ Der Studie zufolge haben beispielsweise in Thüringen fast 70 % der Befragten ein Eigenheim, das mindestens ein halbes Jahrhundert alt ist. Dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 60 %, Sachsen mit 49 % und Berlin/Brandenburg mit 46 %.

Eine schlechte Gebäudeisolierung, eine veraltete Heizungsanlage oder undichte Fenster – je älter das Haus, desto größer der Modernisierungsbedarf. Die meisten Eigentümer sind sich dessen bewusst und sorgen entsprechend vor. „Im Schnitt legen Modernisierer fast 180 Euro pro Monat für anfallende Gewerke zurück“, so Schmitt. Die beliebteste Vorsorgeform für anstehende Renovierungs- oder Energiesparmaßnahmen ist der Bausparvertrag. Mehr als ein Viertel der befragten Eigentümer, die in den kommenden Jahren modernisieren wollen, nutzen ihn, um Rücklagen zu bilden.


Weitere Informationen unter www.lbs.de.