Gewährleistung auf Solaranlagen variiert

Beim Kauf macht sich in der Regel niemand Gedanken darum, was passiert, wenn die Solaranlage einmal kaputt gehen sollte. Wie lang die Gewährleistungszeiten in der Regel für welchen Anlagentyp gelten und welche Rechte private Bauherren haben, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB).

Viele Bauherren installieren Photovoltaikanlagen auf ihrem Dach. Was passiert aber, wenn die Anlage defekt ist? Dann greift zunächst die freiwillige Garantie des Herstellers und anschließend die Gewährleistungspflicht. Und die kann entweder zwei oder fünf Jahre abdecken, so der VPB. Was wann gilt, das ist nicht einheitlich geregelt, aber es gibt dazu inzwischen eine Reihe von interessanten Urteilen. Ob private Bauherren zwei oder fünf Jahre Gewährleistung auf ihre Anlage haben, richtet sich nämlich vor allem nach der Nutzung der Anlage. Das haben der Bundesgerichtshof (BGH) und diverse Oberlandesgerichte in verschiedenen Entscheidungen näher definiert.

Anlagen, die in der Hauptsache zur Einspeisung in das Netz auf dem Dach montiert sind, genießen bei Mängeln zwei Jahre Gewährleistung (BGH, Urteil vom 09.10.2013 – Aktenzeichen: VIII ZR 318/12). Die Gewährleistung steigt auf fünf Jahre, sobald Photovoltaikanlage und Haus eine bauliche Einheit bilden und voneinander abhängig sind. Das ist inzwischen bei vielen Objekten der Fall: Ein solches Haus funktioniert nur mit der Solaranlage. Ohne ist es nicht zu gebrauchen. Der VPB rät Bauherren, sich schon in der Planungsphase Gedanken über die Solaranlage zu machen und sich vom unabhängigen Sachverständigen beraten zu lassen.


Weitere Informationen unter www.vpb.de.