Pflanzen und Blumen: So überleben sie den Urlaub

Der langersehnte Sommerurlaub ist endlich da und die Koffer gepackt. Nur an die Pflanzen daheim hat keiner gedacht. Die Kollegen von immowelt.de haben fünf Lösungsvorschläge zusammengestellt, wie Blumen auch ohne die Hilfe von Nachbarn, Freunden und Verwandten längere Zeit mit Wasser versorgt werden können.

Mit diesen fünf Tipps können Sie die Gießkanne während des Urlaubs getrost an den Nagel hängen.
Die Gießkanne während des Urlaubs beruhigt an den Nagel hängen.

Die Ferienzeit ist da und viele Menschen zieht es in die Ferne. Doch während sich so Mancher im Urlaub erholt, erwartet die Pflanzen daheim oft ein trauriges Ende: Sie verdursten und vertrocknen. Mit diesen fünf Tipps überleben die Zimmerpflanzen den Urlaub – auch ohne die Hilfe von Freunden und Nachbarn. Und das Beste: Alle vorgestellten automatischen Bewässerungssysteme können selbst gebaut werden.

Blumen gießen mithilfe eines Garns: Mithilfe eines dicken Garns und eines Eimers können Pflanzen über eine längere Zeit mit Wasser versorgt werden. Einfach ein Ende des Garns in die Pflanzenerde, nahe der Wurzel, stecken und das andere Ende in den mit Wasser gefüllten Eimer. Die Pflanzen können sich dann über das Garn so viel Wasser ziehen, wie sie brauchen. Größere Pflanzen brauchen mehrere Fäden. Verwendet werden kann jeder Faden aus organischen Stoffen (beispielsweise Baumwolle). Schafwolle ist allerdings ungeeignet. Diese hat einen sehr hohen Fettanteil und kann daher nicht so viel Wasser aufnehmen.

Den Pflanzen die Flasche geben: Ein automatisches Bewässerungssystem lässt sich auch recht schnell mit einer Plastikflasche  bauen. Dazu müssen zunächst Löcher in den Deckel der Flasche gestochen werden. Im Anschluss wird sie mit Wasser gefüllt und kopfüber in die Pflanzenerde gesteckt. Damit das Wasser aus der Flasche fließen kann, muss auch der Flaschenboden mit kleinen Luftlöchern versehen werden.

Pflanzen in die Badewanne stellen: Auch in der Badewanne können Pflanzen den Urlaub überleben. Die Wanne am besten mit alten Handtüchern oder Plastiktüten auslegen und die Pflanzen darauf abstellen. Anschließend die Wanne etwa vier Zentimeter mit kaltem Wasser füllen. Die Pflanzen können sich so tagelang selbst mit Flüssigkeit versorgen. Doch Vorsicht: Diese Methode ist nicht für alle Pflanzen geeignet. Vielen empfindlichen Pflanzen wie  Sukkulenten oder Orchideen faulen bei zu viel Nässe schnell die Wurzeln.  Außerdem brauchen Pflanzen auch Licht.  Hat das Badezimmer keine Fenster, sollte zumindest die Türe offengelassen werden.

Einmal tauchen: Für den Kurztrip kann es schon ausreichen, die Pflanzen vor der Reise einmal kräftig zu tauchen. Hierzu wird der ganze Pflanzentopf in einen Eimer mit Wasser gestellt. Das Wasser sollte den gesamten Topf bedecken. Wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen wird die Pflanze wieder aus dem Eimer genommen. Die vollgesogene Erde kann die Feuchtigkeit einige Tage halten. Auch hier gilt: für empfindliche Pflanzen ist das Prozedere nicht geeignet.

Kein Austrocknen mit Rindenmulch: Für kurze Zeiträume ist auch diese Methode geeignet: Einfach die Erdoberfläche der Pflanzen mit einer Schicht Rindenmulch bedecken. Das verhindert, dass das Wasser gleich nach dem Gießen verdunstet und der Wurzelballen austrocknet.

Erste Hilfe nach dem Urlaub: Lassen die Pflanzen nach dem Urlaub doch ein paar Blätter hängen, sollten Pflanzenfreunde so vorgehen:

  • Kontrollieren, ob zu wenig oder zu viel Wasser daran schuld ist.
  • Steht der Topf im Wasser, sollte die überschüssige Flüssigkeit sofort ausgeschüttet werden. Die Pflanze darf erst wieder gegossen werden, wenn der Wurzelballen wieder komplett trocken ist.
  • Ist die Erde hingegen trocken, kann man die Pflanze – wie oben beschrieben – tauchen


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Quelle + Text: Immowelt/Stefanie Fischer