Müllvermeidung im Sommer: Lebensmittel richtig aufbewahren

Vor allem in diesen heißen Sommertagen werden Lebensmittel noch schneller schlecht als sonst. Laut einer Studie der Universität Stuttgart könnten Verbraucher bis zu zwei gefüllte Einkaufswagen verderblicher Ware im Jahr mithilfe der richtigen Lagerung retten. Wie das geht, erklärt die Initiative Hausgeräte+.

Foto: Initiative Hausgeräte+

Die Universität Stuttgart hat in einer Studie herausgefunden, dass jeder Deutsche jährlich 82 kg Lebensmittel entsorgt – das entspricht der Menge von zwei vollgefüllten Einkaufswagen. Vor allem jungen Studenten oder Auszubildenden fehlt für den ersten eigenen Haushalt das Wissen über die richtige Lagerung von Obst, Milchprodukten oder Fleisch. Diese unnötige Abfallproduktion kostet sie laut der Studie im Durchschnitt satte 230 Euro pro Jahr. „Ein großer Teil dieses teuren Abfalls könnte mit dem richtigen Kühlschrank-Management vermieden werden", erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Bei Geräten mit statischer Kühlung gibt es unterschiedliche Ablageflächen, wo Fleisch, Milchprodukte und Gemüse sich am besten halten. Komfortabler ist die Lagerung mit modernen Geräten mit dynamischer Kühlung, denn darin herrscht überall die gleiche Temperatur.

Herkömmliche Kühlschränke arbeiten mit einer statischen Kühlung. Das heißt: Im Gerät herrschen verschiedene Temperaturzonen, die sich bis zu zehn Grad Celsius unterscheiden können. Die kalte Luft sinkt ab, die warme steigt auf. Somit herrschen im obersten Fach sowie in den Türfächern die wärmsten Temperaturen. Das ist gut für Marmelade, geöffnete Dressings und Soßen, Butter, Backwaren und Getränke. Die mittlere Kühlschrankebene eignet sich für Milchprodukte wie Joghurt, Sahne, Quark und Käse sowie selbst zubereitete Speisen. Auch Eier und frische Milch halten sich hier länger als in der Kühlschranktür. Auf der Glasplatte im unteren Teil des Kühlschranks ist es am kältesten. Das ist der ideale Ort für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch. Darunter befinden sich die Boxen für Obst und Gemüse. Hier ist es etwas wärmer, da die Glasplatte darüber die Kälte abhält. Diese Fächer eignen sich zur Lagerung von Gemüse, Kräutern und Obst.

Viele moderne Kühlschrankmodelle haben eine dynamische Kühlung. Hierbei wird die Luft durch einen Ventilator im Kühlraum gleichmäßig verteilt. Dadurch sind die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Innenraum überall gleich. Der Vorteil ist, dass die Lebensmittel an jeder Stelle abgelegt werden können. Außerdem sind neuere Modelle oft Mehr-Zonen-Kühlgeräte mit Spezialfächern. In sogenannten Null-Grad-Fächern halten sich die Lebensmittel bis zu drei Mal länger als im herkömmlichen Kühlschrank. Außerdem bleiben bei den niedrigen Temperaturen auch die wertvollen Vitamine deutlich besser erhalten.

Wichtig für die optimale Lagerung von Lebensmitteln ist auch die Luftfeuchtigkeit. Durch einen Schieberegler erzeugen die Hersteller der modernen Geräte zwei Kaltlagerzonen: Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 % bietet im "trockenen" Null-Grad-Fach das richtige Klima für leicht verderbliche tierische Produkte wie Fleisch, Joghurt oder Milch. Der optimale Platz für kälteunempfindliches Gemüse, Obst und Kräuter ist das "feuchte" Null-Grad-Fach: 90 % Luftfeuchtigkeit verzögern hier das Austrocknen oder Welken – Blattsalat, Apfel, Kohlrabi & Co. bleiben lange knackig und vitaminreich. Es gibt inzwischen auch Geräte mit einem Fach, das variabel von -2 °C bis +6 °C eingestellt werden kann. Frischer Fisch oder Meeresfrüchte lagern bei -2 °C bis zu vier Tage lang optimal wie auf Eis, +6 °C in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit von 90 % schaffen das perfekte Klima zur Aufbewahrung von empfindlichen Südfrüchten. 


Weitere Tipps rund um das Thema Hausgeräte sowie Checklisten für den Gerätekauf stehen unter www.hausgeraete-plus.de kostenlos zur Verfügung.