Bauzinsanstieg: Planung statt Panik

Die Baugeldzinsen sind seit Mai um circa 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Ein vergleichsweise schneller Anstieg. Dennoch ist auch das derzeitige Zinsniveau historisch immer noch sehr niedrig. Auch wenn Finanzierungsexperten nicht mit einem rasanten Anstieg rechnen - dass die Zinsen wieder sinken, ist derzeit nicht absehbar. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 hat daher wichtige Tipps für künftige Immobilienbesitzer und solche, die eine Anschlussfinanzierung suchen, zusammengestellt.

Der Zinssatz für Baugeld war bis vor kurzem auf seinem historischen Niedrigstand (0,86 Prozentpunkte, Stand April 2015). Seit Mai ist er allerdings leicht anzogen. Dies bedeutet nicht etwa mehrere Prozent, sondern „nur“ circa 0,5 Prozentpunkte. Das derzeitige Zinsniveau ist demnach so hoch, wie letztmals im Oktober 2014. Dieser Anstieg ist zwar nicht einmalig in der Historie der Zinsen für Baugeld, aber verläuft dennoch etwas schneller. Die Steigerung überraschte nicht nur Kaufinteressenten, sondern auch Kunden, die ihren Kredit verlängern wollen. Nichtsdestotrotz ist zu betonen, dass der Zinssatz historisch immer noch sehr niedrig ist. „Ungeachtet der steigenden Zinsen ist dies kein Grund zur Panik. Es heißt richtig planen und die für sich optimale Baufinanzierung finden“, beruhigt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Für Kunden, die sich bereits entschieden hatten, ist es immer noch ratsam bei diesen niedrigen Zinsen einen Baufinanzierungsvertrag abzuschließen. Es wird zwar kein weiterer steiler Zinsanstieg erwartet, aber es ist auch nicht abzusehen, ob die Zinsen bald wieder sinken. Kunden nutzen daher die äußerst günstigen Zinsen und realisieren ihre Neu- oder Anschlussfinanzierung. Bauherren und Immobilienkäufer sichern sich am besten eine lange Zinsbindung, zwar erhöht sich so der Zinssatz, dadurch sorgen sie aber für Sicherheit. Auch die Höhe der Tilgungsrate ist entscheidend. Diese sollte möglichst hoch angesetzt werden, so werden die Restschuld und auch die Laufzeit reduziert.

Neukunden sollten auch weiterhin über verschiedene Baufinanzierungsangebote gründlich nachdenken und nichts überstürzen. Voreiliges Abschließen eines Vertrags kann sich später teuer auszahlen, zum Beispiel wenn das Kaufobjekt nicht eingehend besichtigt, Mängel übersehen oder nun einfach das „erstbeste“ Objekt genommen wurde.

Kunden, deren Vertrag in den nächsten Jahren ausläuft und die sich um ein Forward Darlehen kümmern, sollten verschiedene Angebote einholen und vergleichen. Denn Anschlussfinanzierer, die das Folgeangebot ihrer Bank ohne Vergleich annehmen machen einen entscheidenden Fehler: oft nutzen Banken diese Trägheit aus, und erhöhen die Zinsen um ein paar Prozentpunkte, die es eigentlich nicht sein müssten. „Ich rate denen, die sich mit einem Forward Darlehen hinreichend befasst haben und deren Baufinanzierung in nächster Zeit ausläuft, sich schon jetzt die günstigen Zinsen zu sichern“, erklärt Scharfenorth. Haus- und Wohnungsbesitzer können meist schon ab drei Jahren vor Ende der Finanzierung ein Forward-Darlehen abschließen und so von dem aktuellen Zinsniveau profitieren. Interessierte erstellen sich schnell und einfach ein Angebot mit dem Baufinanzierungsrechner.


Weitere Informationen unter www.baufi24.de.