Vorsicht vor Vollfinanzierung!

Gut jeder Vierte Mieter plant, kurz- oder mittelfristig in ein Eigenheim umzusiedeln, das er zu 100% per Darlehen finanziert hat. Das birgt Risiken, warnt die BHW Bausparkasse.

Quelle: Bien-Zenker/BHW
Quelle: Bien-Zenker/BHW

Die meisten Mieter, die den Erwerb einer Wohnimmobilie in Erwägung ziehen, haben für das Vorhaben Geld angespart. Wie BHW in einer aktuellen Studie ermittel hat, planen aber auch immer mehr Menschen den Erwerb mittels Vollfinanzierung. 

 

"28 % der deutschen Mieter wollen laut der BHW-Studie ein Eigenheim erwerben. Für die Finanzierung können rund 77 % der potenziellen Käufer auf angespartes Vermögen zurückgreifen. 71 % von ihnen wollen zusätzlich ein Bankdarlehen aufnehmen. Überraschend viele jedoch, fast 25 %, gehen davon aus, ihren Finanzierungsbedarf komplett über die Bank decken zu können.

 

Günstiges Baugeld lockt

Auch wenn die derzeit extrem niedrigen Zinsen verlockend sind, von einer hundertprozentigen Bankfinanzierung raten Experten ab. "Günstiges Baugeld ist ein starkes Argument für den Erwerb, aber eine Hausfinanzierung braucht auch langen Atem", sagt Jörg Koschate, Leiter BHW Produktmanagement. "Wer über einen längeren Zeitraum Eigenkapital anspart und die Finanzierung auf mehrere Säulen stellt, schläft besser." Bis das Eigenheim komplett abgezahlt ist, vergehen zumeist 20 und mehr Jahre. Mitunter gilt es, finanzielle Durststrecken zu überwinden. "Wir raten Erwerbern daher, der goldenen Finanzierungsregel zu folgen", so Koschate. Die sieht einen Mindestanteil von 20 % Eigenkapital vor. Und so halten es auch viele: 44 % der befragten Mieter mit Kaufabsicht sparen schon heute langfristig auf ihr Ziel – per Bausparvertrag!

 

Altbauten hoch im Kurs

Überraschend ist der Trend zu "Altbewährtem": Laut der Studie würden 14 % der befragten Mieter mit Kaufabsichten am liebsten ein Haus aus dem Altbaubestand erwerben. 7 % bevorzugen einen Neubau, genauso viele eine Eigentumswohnung."

 

Quelle: BHW