Hausverkäufer muss über versteckte Mängel aufklären

Der Verkäufer eines Hauses muss vor dem Abschluss des notariellen Kaufvertrags auf bedeutsame versteckte Mängel hinweisen. Andernfalls ist er dem Käufer gegenüber schadensersatzpflichtig, selbst wenn im Kaufvertrag die Gewährleistung für Mängel ausgeschlossen wurde. Wie die Wüstenrot Bausparkasse mitteilt, muss ein Verkäufer nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf (I-21 U 82/13) auch über verwildertes Wurzelwerk im Garten aufklären.

Versteckte Mängel dürfen beim Immobilienverkauf vom Verkäufer nicht verschwiegen werden. Dies gilt einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf zufolge auch für verwildertes Wurzelwerk im Garten. Im entschiedenen Fall war der Garten von Bambuswurzeln durchwuchert. Diese hatten sich unter der Terrasse bis zum Haus ausgebreitet und die Isolierung des Mauerwerks angegriffen. Da der Verkäufer das ausgewucherte Wurzelwerk kannte, hätte er über die damit verbundenen Beeinträchtigungen und Gefahren aufklären müssen, entschied das Gericht. Er könne sich nicht darauf berufen, dass im Kaufvertrag eine Haftung für Mängel ausgeschlossen wurde. Vielmehr sei der versteckte Mangel für den Käufer von so wesentlicher Bedeutung gewesen, dass er das Haus bei Kenntnis der Sachlage nicht zum vereinbarten Kaufpreis gekauft hätte. Der Verkäufer wurde daher verurteilt, die Kosten für die Beseitigung des Wurzelwerks und die Sanierung der Terrasse zu ersetzen.


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