Winter ohne Eiszeit

Auch wenn die Temperaturen aktuell noch frühlingshaft sind, laut Meteorologen kommt der Winter schon nächste Woche zurück. Elektrische Heizsysteme für Dachrinne und Wasserleitungen unterstützen Immobilieneigentümer bei ihrer Verkehrssicherungspflicht, indem sie helfen, Frostschäden zu verhindern und Unfällen vorzubeugen. Wie man mithilfe der Systeme sicher und eisfrei durch den Winter kommt, erklärt die Initiative WÄRME+.

Des einen Freud ist des anderen Leid: Können sich Kinder für glitzernde Eiszapfen an Dachrändern und Regenrinnen begeistern, stellen sie für Hausbesitzer eine Herausforderung und für Passanten nicht selten eine Gefahr dar. Denn wenn sie bei einsetzendem Tauwetter abbrechen, können sie Fußgänger verletzen oder auch erhebliche Schäden an Autos verursachen. In bestimmten Fällen muss der Hausbesitzer dann dafür aufkommen. Der hat im Winter zudem mit anderen möglichen Schäden zu kämpfen, wie zugefrorenen Rohrleitungen und durch Schnee oder Tauwasser überlasteten Dachrinnen. Damit es einen nicht eiskalt erwischt, sind Dachrinnen- und Rohrbegleitheizungen eine einfach zu installierende Maßnahme, die Winterschäden am Haus vorbeugt. Die modernen Systeme arbeiten energiesparend und effizient. „In der Schadensbilanz der Versicherungen stehen Rohrleitungsschäden durch Frost ganz oben“, weiß Roland Grabmair von der Initiative Wärme+. Die Ursache für solche Schäden: Gefriert im Winter das Wasser in den Rohrleitungen – und das kann trotz Wärmedämmung oft der Fall sein – dehnt es sich um rund 10 % aus. Dem dadurch entstehenden Druck können die Wasserrohre oft nicht standhalten und sie bersten. Taut das Wasser dann wieder auf, dringt es aus den defekten Rohren in die Hauswände ein. „Abhilfe schaffen hier elektrische Heizleitungen, die um die Rohre gelegt werden. Sie verhindern, dass das Wasser in den Leitungen gefriert“ erklärt Grabmair. Zur energieeffizienten Steuerung sind verschiedene Thermostate erhältlich, von einfacher Temperatursteuerung bis zur Anbindung an Smart-Home-Systeme.

Zu einer Gefahr für Dritte können Eiszapfen am Dachrand oder an der Regenrinne werden, wenn sie abbrechen und als spitze und teils kiloschwere Pfeile herunter fallen. Hausbesitzer sind in der Regel in der Pflicht, Eiszapfen vom Dach zu entfernen – mühsam aus dem Dachfenster heraus, über eine Leiter oder mit kostspieliger Unterstützung durch die Feuerwehr. Bedeutend einfacher ist es, mit einer Dachrinnenheizung dafür zu sorgen, dass sich Eiszapfen erst gar nicht bilden und das Schmelzwasser ungehindert in die Fallrohre abfließen kann. Dachrinnenheizungen arbeiten wartungsfrei und vollautomatisch. Sie sind vom Fachmann auch nachträglich leicht zu installieren, robust und verfügen über eine energiesparende Steuerung. Sie werden in der Regel über einen Feuchte- und Temperatursensor gesteuert und verhindern so die Eisbildung knapp vor dem Gefrierpunkt. In sehr schneereichen Gebieten kann auch die Installation eines Heizsystems über eine größere Dachfläche sinnvoll sein, um das Dach von schweren Schneemassen zu entlasten.

Treffen Schneefall, Regen, Luftfeuchtigkeit und Kälte unterhalb der Frostgrenze aufeinander, entsteht Glätte, die Freiflächen im Außenbereich zu gefährlichen Rutschflächen macht. Hierzu zählen insbesondere Auf- und Abfahrten, beispielsweise zu Tiefgaragen, Treppen und Eingängen. Je nach Größe dieser Flächen empfiehlt sich bei Neubauten die Verlegung einer elektrischen Freiflächenheizung, um die Gefahr durch Eisglätte zu bannen. Ein weiterer Pluspunkt: der zusätzliche Gewinn an Komfort und Zeitersparnis, da aufwendige Räum- oder Streutätigkeiten dauerhaft entfallen.


Weitere Informationen zu elektrischen Heizsystemen für den Außenbereich finden Sie bei den WÄRME+-Mitgliedern AEG Haustechnik und Danfoss.


Foto: Wärme+/AEG Haustechnik