Rauchmelder-Pflicht: Übergangsfristen zur Nachrüstung laufen aus!

Rauchmelder sind Lebensretter und könnten zahlreiche Todesfälle durch Rauch und Feuer im Jahr verhindern. Im Neubau sind sie bereits Pflicht. Doch auch die Übergangsfristen zur Nachrüstung in Bestandsgebäuden läuft aus. Der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe empfiehlt dennoch, mit der Nachrüstung nicht bis Zuletzt zu warten.

Der Einbau von Rauchmeldern in Wohnungen bei Neu- und Umbauten ist inzwischen in fast allen Bundesländern Pflicht. Zug um Zug müssen aber auch die übrigen Wohnungen im Bestand mit diesen „kleinen Lebensrettern“ ausgestattet werden. So bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Zum Jahreswechsel enden die Nachrüstfristen in Hessen und Baden-Württemberg. Ein Jahr später gilt dies dann auch für Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Darauf macht der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe (bvbf) aufmerksam.

Der bvbf empfiehlt, Wohnungen in Bestandsbauten unbedingt frühzeitig mit Rauchmeldern nachzurüsten - auch dort, wo noch Übergangsfristen gelten, so in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Thüringen. In Berlin und Brandenburg sind Gesetzgebungsverfahren beabsichtigt. Im Freistaat Sachsen besteht bislang überhaupt keine Verpflichtung. "Doch auch dort ist vorbeugend die Installation von Rauchmeldern anzuraten. „Die Bundesländer haben inzwischen den Ernst der Lage erkannt und entsprechende Vorschriften in ihre Bauordnungen eingefügt oder dieses geplant"“, so Carsten Wege, Geschäftsführer des bvbf. „Leider kommen in Deutschland immer noch jedes Jahr rund 400 Menschen bei Wohnungsbränden ums Leben, die meisten davon durch giftige Rauchgase. Neben den Brandtoten gibt es jährlich rund 4.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Milliarde Euro Brandschäden im Privatbereich.“

Insbesondere im Schlaf ist die Gefahr groß, entstehenden Rauch nicht wahrzunehmen, weil dann der menschliche Geruchssinn ausgeschaltet ist. Zudem sind die Gase oft geruchlos. Rauchwarnmelder neben diese jedoch wahr und geben einen schrillen Alarmton von sich. Das menschliche Gehör funktioniert im Schaf uneingeschränkt. So können sich die Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen, einen Löschversuch unternehmen und die Feuerwehr verständigen.

In den meisten Bauordnungen ist vorgeschrieben, Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die als Fluchtwege dienen, mit je einem Rauchmelder auszustatten. Zudem gibt es Rauchmelder, die miteinander vernetzt werden können, sodass alle Melder gleichzeitig warnen. Kompetente Ansprechpartner für die Installation sind die qualifizierten Brandschutz-Fachbetriebe, die neben dem Verkauf hochwertiger Rauchmelder und Feuerlöscher auch deren fachgerechte Montage und Wartung übernehmen sowie eine umfassende Beratung zum vorbeugenden Brandschutz bieten. Die Handwerkerleistungen für den Einbau und regelmäßige Wartung können übrigens in Teilen steuerlich abgesetzt werden. Regionale Anbieter, sortiert nach PLZ-Bereichen, sind neben vielen nützlichen Tipps beispielsweise unter www.bvbf.de abrufbar.