Keine Zweitwohnungssteuer bei bloßer Kapitalanlage

Dient eine Zweitwohnung nicht eigenen Wohnzwecken oder für Angehörige, sondern nur als Kapitalanlage, die nicht vermietet wird, darf darauf keine Zweitwohnungssteuer erhoben werden. Wie die Wüstenrot Bausparkasse mitteilt, ergibt sich dies aus zwei Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig (Az.: 9 C 5.13 und 9 C6.13).

Eigentümer einer Zweitwohnung, die nicht zu eigenen Wohnzwecken oder für Angehörige dient und die nicht vermieten, sollten einmal Ihre Unterlagen prüfen. Denn viele Städte und Gemeinden im Bundesgebiet erheben auch für überwiegend leerstehende oder nur gelegentlich genutzte Zweitwohnungen eine solche Zweitwohnungssteuer. Wie aus zwei Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig aber hervorgeht, ist das nicht statthaft. In den beiden Revisionsverfahren konnten die Kläger nachweisen, dass ihre Zweitwohnungen seit Jahren leer standen. Sie dienten lediglich der Kapitalanlage. Es bestand nie eine Vermietungsabsicht. Diese Absicht konnte durch objektive Umstände nachgewiesen werden. In den betroffenen Wohnungen war nämlich unter anderem kein Strom und kein Wasser verbraucht worden.


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