VPB: Schlussbegehung vor Ablauf der Gewährleistung nicht vergessen

Garantie gibt es nicht nur auf Fernsehgeräte oder Autos, sondern auch auf Häuser. Und zwar in der Regel fünf Jahre lang. Nach Erfahrung des Verbands Privater Bauherren (VPB) vergessen allerdings die meisten Bauherren diese Frist, sobald sie in ihr Familienheim eingezogen sind.

Bis zu fünf Jahre nach dem Einzug in das neue Traumhaus haben Bauherren Gelegenheit, ihre Gewährleistung in Anspruch zu nehmen. Doch meist sind es erst gravierende Mängel, die wieder sie unsanft an ihre Rechte erinnern müssen. Bleiben die natürlich unerwünschten Mängel aber aus, gerät andererseits die Gewährleistungsfrist schnell in Vergessenheit. Diese Vergesslichkeit kommt dann den ein oder anderen Hausbesitzer teuer zu stehen, weiß der VPB, denn oft werden Schäden erst entdeckt, wenn die Gewährleistungsfrist bereits abgelaufen ist. Dann muss der Hausbesitzer in der Regel auf eigene Kosten reparieren lassen. Private Bauherren sollten daher ihre Interessen wahren und deshalb rät der VPB, spätestens ein halbes Jahr vor Ablauf der Gewährleistungsfrist den unabhängigen Bausachverständigen mit der sogenannten Schlussbegehung des Hauses zu beauftragen. Viele Mängel sind für den erfahrenen Experten früh absehbar, oft lange, bevor sie der Laie erkennt und sie echte Schäden nach sich ziehen. Mit dieser Schlussbegehung endet dann rein rechtlich betrachtet auch erst der Hausbau.

Da die meisten Menschen versuchen, bis Weihnachten im neuen Haus zu sein, empfiehlt der VPB Bauherren, denen das vor ein paar Jahren gelungen ist, jetzt mal kurz nachrechnen: Wie lange sind sie schon im Haus? Und wäre es nicht Zeit für eine Schlussbegehung vor Ende der Gewährleistungsfrist?


Weitere Informationen unter www.vpb.de.