Jeder Fünfte ohne Einbruchschutz

In den dunklen Monaten steigt die Zahl der Einbrüche. 20 % der Bundesbürger treffen dennoch keine Vorkehrungen, um den Zugang zu ihrer Wohnung zu erschweren oder ganz zu verhindern.

Jeder Fünfte ohne Einbruchschutz

Es gibt viele Faktoren, warum sich Langfinger für ein bestimmtes Objekt entscheiden: Der Zugang zum Haus ist schlecht beleuchtet, Kellertür oder Fenster sind leicht aufzubrechen, Nachbarn abwesend. Die Gefahr steigt vor allem in den dunklen Wintermonaten deutlich. 2013 verzeichnete die Polizei das „Jahreshoch“ im November und Dezember, mit insgesamt über 35.000 Einbruchfällen. Trotz der Warnungen treffen 14% der Immobilieneigentümer und 27% der Mieter keine speziellen Vorsorgemaßnahmen gegen die Eindringlinge, wie eine neue Studie der BHW zeigt.

Immerhin 55 % der Deutschen übergeben einem ihrer Nachbarn den Haustürschlüssel, damit er während ihrer Abwesenheit regelmäßig nach dem Rechten sieht. „Die Schlüsselübergabe an die Menschen nebenan ist eine sehr wirkungsvolle Schutzmaßnahme“, bestätigt Rüdiger Grimmert von BHW. „Die Bereitschaft, auf die Wohnung oder das Haus des Nachbarn aufzupassen, ist größer als viele denken!“ Mit 59 % vertrauen mehr Menschen in der Großstadt auf ihre Nachbarn als ihre Mitmenschen auf dem Lande (56 %). Die Umfrage verdeutlicht allerdings auch, dass das Potenzial noch viel größer ist: Mehr Deutsche sind bereit, die Wohnung anderer zu beaufsichtigen, als den eigenen Schlüssel auszuhändigen – 80 % würden bereitwillig als Helfer fungieren, wenn sie Nachbarn darum bäten. Schlösser und Riegel sowie die Installation elektronischer Sicherheitsmaßnahmen bevorzugen 46 % der Bundesbürger, in Bayern setzen sogar 61 % auf Mechanik und Technik.

 

Hinweis in eigener Sache: In der aktuellen Ausgabe der BAUIDEE, die ab dem 15. Oktober 2014 im Zeitschriftenhandel und in unserem Online-Shop erhältlich ist, widmet sich die Redaktion ausführlich dem Thema Einbruchschutz.

 

Quelle: BHW