Deutsche fürchten Platzen der Immobilienpreisblase

Eine repräsentative Umfrage zum Thema „Immobilien-Preisblase“ im September 2014 hat ergeben: Viele Deutsche sind von den stetig steigenden Preisen bei Wohnimmobilien verunsichert und trauen dem Markt das Platzen einer Immobilienblase zu.

Eine repräsentative Umfrage der Sition, Agentur für integriertes Immobilien-Marketing, hat ergeben, dass viele Deutsche von den stetig steigenden Preisen auf dem Immobilienmarkt verunsichert sich und fürchten, die Immobilenblase könnte bald platzen. Demnach gehen 16,8 % der Befragten davon aus, dass der Sektor in den nächsten zwölf Monaten vom Boom in die Krise stürzt und Wohnungen sowie Häuser massiv an Wert verlieren. Zudem halten 30,7 % ein Zusammenbrechen des Marktes für wahrscheinlich. Dass eine Blase auf keinen Fall entsteht, davon sind nur 8,6 % der Befragten überzeugt; 32,8 % sehen es als nicht wahrscheinlich an. Die Lage gar nicht einschätzen können 11% der Befragten. „Wohnimmobilien werden aufgrund des geringen Angebots und der hohen Nachfrage bei uns immer teurer. Jeder zweite Verbraucher sieht darin bereits heute ein Risiko“, fasst Sition-Geschäftsführer Matthias Kutzscher das zentrale Umfrageergebnis zusammen.

Die Studie verdeutlicht aber nicht nur die Verunsicherung der Bürger in Bezug auf künftige Wohnpreistrends, sondern auch eine klare Einschätzung der derzeitigen Immobilienkosten in Deutschland. Denn 33,8 % der Bürger würden es positiv werten, wenn es zum Platzen einer Preisblase komme. 47,4 % wäre es egal, und nur 18,8 % fänden ein solches Ereignis negativ. Aufgeteilt auf Mieter und Eigentümer ergibt sich bei der persönlichen Beurteilung folgendes Bild: 41,3 % der Mieter und sogar 22,1 % der Immobilien-Eigentümer hätten kein Problem damit, wenn der Markt für Häuser und Wohnungen kollabiert. „Mieter schätzen derzeit offenbar ihre Wohnkosten als zu hoch ein und würden von fallenden Mieten profitieren. Viele Eigentümer und private Immobilien-Anleger wiederum scheinen sich von einem Abwärtstrend nicht betroffen zu fühlen oder erhoffen sich günstigere Preise für ein eventuelles weiteres Immobilien-Investment“, so Kutzscher.


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