Ökostromumlage soll sinken

Zeitungs- und Medienberichten zufolge können die Verbraucher mit einer sinkenden Ökostromumlage rechnen.  Experten sind sich einig, dass es außer Frage stehe, dass es im kommenden Jahr eine Erleichterung für die Stromkunden gebe, die Frage sei lediglich wie hoch diese ausfallen werde.

Übereinstimmenden Berichten der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zufolge, könnten die Verbraucher in Deutschland erstmals seit der Einführung der Ökostromumlage im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, kurz EEG, auf ein leichtes Sinken der Umlage und damit auf eine Stabilisierung ihrer Stromkosten hoffen. Auch wenn die Ausgaben für die Vergütung von Solarstrom im Sommer hoch gewesen seien, so sei das Umlagen-Konto dank eines eingebauten Puffers mit einem Plus von 1,06 Milliarden Euro so gut gefüllt wie noch nie. Der eingebaute Puffer tat seine Wirkung, denn im Vorjahr wies das Konto zum selben Zeitraum noch ein Minus von 1,5 Milliarden Euro auf. 

Als Basis für die Berechnung der Umlagenhöhe für das kommende Jahr, gilt der Kontostand Ende September als maßgebend, daher gilt nun ein Sinken der Umlage als sicher. In Kreisen der zuständigen Netzbetreiber stelle sich nach der Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben bis Ende August nicht mehr die Frage, ob die Umlage sinke, sondern wie stark, schreibt die FAZ. In diesem Jahr fielen bisher rund 14,7 Milliarden Euro Förderkosten an. Die Umlage für 2015 wird am 15. Oktober von den für die Verwaltung des Kontos zuständigen Übertragungsnetzbetreibern bekanntgegeben.

Getragen wird die Umlage von den Verbrauchern über den Strompreis. Aktuell beträgt sie 6,24 Cent pro kWh und macht damit 18 % des Strompreises aus. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh zahlt ohne Mehrwertsteuer derzeit knapp 250 Euro im Jahr an Ökostrom-Umlage.