REPORTAGEN

Das Elternhaus wiederentdeckt

In Lübeck fanden nach dem Zweiten Weltkrieg überdurchschnittlich viele Flüchtlinge ein neues Zuhause. Da die Stadt über ausreichende Flächenreserven verfügte, wurde neben dem Geschosswohnungsbau, auch die Anlage neuer Siedlungen in großem Umfang protegiert. Dort konnten die neuen Bürger günstig große Grundstücke, die auch der Eigenversorgung dienten, erwerben und mithilfe von Darlehen mit niedrigen Zinsen ein eigenes Haus errichten. Eine Bedingung war die Vermietung eines Geschosses an eine andere Flüchtlingsfamilie, und so lebten etwa in der hier gezeigten Doppelhaushälfte für einige Jahre zwei Familien auf nicht einmal 90 m2 – die Diskrepanz zu heute als ganz selbstverständlich angesehenen Ansprüchen an die Wohnfläche könnte größer kaum sein.

 

Intelligente Lösungen prägen den Umbau des kleinen Nachkriegshauses. Trotz tiefgreifender Modernisierung blieben einige Reminiszenzen an den Urzustand erhalten oder wurden mit Liebe zum Detail wieder hergestellt. Alles über die Verwandlung in der BAUIDEE 01_2014, die Sie in unserem Online-Shop bequem nach Hause bestellen können. 

Foto: Johannes Kottjé

Architekten

Mißfeldt Kraß Architekten BDA
Dipl.-Ing. Architekt Tobias Mißfeldt und
Dipl.-Ing. Architekt Hauke Kraß
Lange Reihe 6

823568 Lübeck
Tel. 0451/3008925
www.missfeldtkrass.de