REPORTAGEN

Tradition trifft Moderne

Bild: Johannes Kottjé
Bild: Johannes Kottjé

 

Bebauungspläne in Wohngebieten verfehlen oft ihr Ziel. So findet sich dann anstelle der angestrebten, gleichmäßig homogenen Bebauung ein bunter Stilmix aus verschnörkelten und puristischen, filigranen und wuchtigen, historisierenden und progressiven Entwürfen, denen die vorgeschriebenen Elemente schlimmstenfalls rein formalistisch „übergestülpt“ sind. Dahinter steckt eine Denkweise, die ein Gebäude schlichtweg als Konglomerat verschiedener Bauteile ansieht – mit guter Architektur hat dies nichts zu tun! Allen hochwertigen, harmonischen Entwürfen – ganz gleich, aus welcher Epoche und in welchem Stil – liegt vielmehr ein integratives Gesamtkonzept zugrunde.

 

Auch der Bautypus des Chiemgauer Hauses folgt einem solchen, in diesem Fall historisch gewachsenen Gesamtkonzept. Dessen wesentliche Merkmale sind heute in der „Priener Baufibel“ festgeschrieben, einer besonders strengen, jedoch auch besonders durchdachten Bauordnung. Doch so homogen sich die Bebauung um den Chiemsee im Gesamtbild auch zeigt, im Detail hat ihr jede Generation ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Was sollte also dagegen sprechen, die Bauform auch in der Moderne des 21. Jahrhunderts neu zu interpretieren?

 

Diese Reportage aus der BAUIDEE Nr.1_2011 können Sie bequem in unserem Online-Shop bestellen.

 

Architekten: 

 

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