BAUPRAXIS

Wintergärten: Wohn(t)raum aus Glas

Foto: Solarlux
Foto: Solarlux

Ob er mitten im Garten steht oder einfach nur drinnen üppig bepflanzt wird, ein Wintergarten ist eine kleine Oase. Er lässt Sonne ins Haus und ermöglicht es den Bewohnern, auch bei Regen oder Kälte „draußen“ zu sein. Das Haus mit einem Wintergarten zu erweitern, erhöht also zweifelsohne die Lebensqualität der Bewohner. Damit das heimische Glashaus aber später nicht zum Klotz am Bein wird, sollte es gut geplant werden. Bevor man sich Gedanken über Größe und Gestaltung macht, muss geklärt werden, inwieweit das Haupthaus erweitert werden darf. „Das ergibt sich aus den Bebauungsplänen oder, sofern kein Plan existiert, aus dem Paragraf 34 des Baugesetzbuches, wonach sich ein Wintergarten in die bestehende Bebauung einfügen muss“, sagt Normen Crass, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in Frankfurt. Das heißt, er sollte im Vergleich zur Nachbarbebauung kein Fremdkörper sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, „wenn ein Wintergarten im Vorgarten gebaut werden soll, eine Reihe von benachbarten Grundstücken aber die gleiche Bebauung aufweisen und zur Straße hin eine Baulinie bilden.“

 

Beim Wintergartenbau gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Punkte zu beachten. Daher führt auch kein Weg um den Fachbetrieb herum. Nur so lassen sich alle Interessen und Wünsche sachgerecht in die Planung integrieren und Fehler bei der Ausführung vermeiden.

 

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