Unbelastet wohnen

Gesundheit!

Im Gespräch mit BAUIDEE gibt Cornelia Kara, Beraterin der chinesischen Metaphysischen Wissenschaften, Tipps zur Vermeidung von Elektrosmog. Sie unterstützt Privatpersonen und Unternehmen mit ihrem Wissen über klassisches Feng Shui. Ihre Kenntnisse hat sich die in München ansässige Sun-Dragon-Gründerin bei internationalen Meisterschulen erworben, unter anderem bei Joey Yap und Chan Kun Wah. Sie intensiviert ihr Wissen durch das Studium chinesischer Originalliteratur. Darüber hinaus ist sie vom Berufsfachverband der Geopathologen und Baubiologen e.V. zertifizierte Expertin für Geopathologie und Elektrosmog.

 

Elektrosmog im Haus vermeiden

Drahtlostechnologie und elektrische Geräte in Haushalt und Büro machen den Alltag komfortabel. Die Kehrseite ist, dass die dadurch entstehende Strahlung auf Dauer der Gesundheit schaden kann. Wie kann man dem entgehen?

 

Ursachen und Auswirkungen von Elektrosmog

Elektrosmog (von „elektrisch“ und englisch „smog“) bezeichnet umgangssprachlich technisch verursachte Felder, die bei Erzeugung, Transport und Verbrauch elektrischer Energie oder Funkwellen unbeabsichtigt entstehen. Wenn Spannung an einem elektrischen Gerät anliegt, erzeugt sie elektrische Wechselfelder. Wenn Strom fließt, baut sich zudem ein magnetisches Wechselfeld auf. Ab einer Frequenz von 30 Kilohertz schließen sich beide zu elektromagnetischen Wechselfeldern zusammen, auch Funkwellen genannt.

Zum Schutz der Verbraucher gibt es Grenzwerte, die sich allerdings nur an der thermischen Wirkung der Strahlung auf den erwachsenen Mann orientieren. Daneben gibt es unter anderem wesentlich niedrigere baubiologische Richtwerte, die mögliche nichtthermische Wirkungen mitberücksichtigen.

Studien belegen eine Gesundheitsgefährdung durch Elektrosmog. Dennoch entsprechen die Ergebnisse nicht dem allgemein anerkannten Stand wissenschaftlicher Kenntnisse und sind umstritten. Ein Grund dafür ist, dass die Strahlung auf den ganzen Körper wirkt und sich abhängig von Dauer, Intensität, persönlicher Konstitution und Lebensweise unterschiedliche Beschwerden ergeben können.

Wer dauerhaft erhöhten Wechselfeldern ausgesetzt ist, vor allem während des Schlafes und der Arbeit, kann mit der Zeit unter Schlafstörungen, chronischen Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Immunschwäche, rheumatischen Beschwerden oder Depressionen leiden. Sogar Schäden an der DNS und Tumorbildung werden laut Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO und der EU (2003) durch Elektrosmog hervorgerufen.

 

Maßnahmen gegen Elektrosmog im Haus

Häuser sollten im ausreichenden Abstand zu Hochspannungsleitungen und Sendeanlagen stehen. Drinnen sollte man darauf achten, den Schlafplatz nur geringen Feldern auszusetzen, da der Körper nachts in seiner Regenerationsphase am empfindlichsten ist. Auch am Arbeitsplatz sollte die Elektrosmogbelastungen gering sein. Dies gelingt vor allem durch Abstand zum Verursacher.

Feldbelastungen im niederfrequenten Bereich im Haus erzeugen unter anderem Stromleitungen in der Wand, Kabel und Netzgeräte. In der Nähe von Bahnleitungen kann sich der Bahnstrom durch Zuleitungen ins Gebäude einkoppeln. Funkwellenbelastungen innerhalb des Hauses können durch Energiesparlampen, Schnurlostelefone, Handys, W-LAN-Router, Babyphone, Induktionsherde und Mikrowellen verursacht werden. Radiowecker und Handys als Wecker verursachen hohe Belastungen, Wasserbetten und Fußbodenheizung sollten nachts abgeschaltet werden.

Ein normaler Herd sowie Geräte mit Schnur sind weit weniger belastend. Für DECT-Telefone gibt es Abschirmboxen. Verwenden Sie im Haus am besten abgeschirmte Kabel und Steckdosen sowie Mehrfachsteckdosen.

Netzfreischalter fürs Schlafzimmer sind zu empfehlen. Allerdings greifen diese nicht bei elektrischen Ankoppelungseffekten, Steigleitungen und Leitungen von angrenzenden Räumen.

Um die tatsächliche Belastung festzustellen, sollte man einen Elektrofachmann oder Elektrosmogexperten konsultieren, der technische Messungen vor Ort durchführt und geeignete Maßnahmen empfiehlt.

Lassen sich Felder durch Ausweichen und Ausschalten nicht ausreichend reduzieren, sollte abgeschirmt werden. Elektrosmogberaterin Cornelia Kara empfiehlt hierfür spezielle Vliestapeten mit eingearbeiteten Karbonfasern, die mit einem Kupferband verbunden und vom Elektriker an einem zentralen Punkt geerdet werden. Für Fenster gibt es metallische Abschirmfolien und -farben.

Wer baut oder die Außenfassade renoviert kann Feldern von außen vorbeugen, indem er ein spezielles Armierungsgewebe in die Wand installiert.

Interessierte Leser kann auf Frau Karas Webseite www.sun-dragon.de einen Gratistest durchführen, ob sie von Elektrosmog betroffen sein können.