BAUPRAXIS

Innenputz: Wand wirft sich in Schale

Foto: Auro
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In der Regel wird ein Putz verwendet, um die Oberfläche von Mauern zu glätten, sodass man sie anschließend problemlos streichen oder tapezieren kann. Weniger ist jedoch manchmal auch mehr. Denn immer öfter entscheiden sich Bauherren und Renovierer momentan dafür, die Abschlussschicht in Neubauten oder nach einer Renovierung als Oberfläche „nackt“ zu belassen. Dafür gibt es neben den ästhetischen durchaus auch noch andere triftige Gründe. Der wichtigste ist ein gesundheitlicher Aspekt: Bei der Regulierung des Wohnklimas übernimmt der Putz eine wichtige Funktion, indem er überschüssigen Wasserdampf aus der Luft aufnimmt und wieder abgibt, sobald die Luft wärmer und trockener wird. Je nach Bindemittel kommen antibakterielle und schimmelabweisende Eigenschaften dazu. Achtung: Damit ein Putz ausgleichend wirken kann, darf seine Oberfläche auf keinen Fall durch eine absperrende oder versiegelnde Beschichtung, zum Beispiel durch Lackfarbe, geschlossen werden. Sie muss diffusionsoffen (durchdringend) bleiben. Neben solchen wohnbiologischen Vorteilen sind moderne Putzflächen aber auch optisch sehr attraktiv: Sie lassen sich strukturieren, in zahlreichen Farben abtönen oder in besonderer Weise glätten.

 

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Foto: Alpina, Auro