BAUPRAXIS

Einbruchschutz: Schwachstellen beseitigen

Aufgebrochene Türen und Fenster, eingeschlagene Fensterscheiben und durchstöberte Schubladen: Wenn eingebrochen wurde, sitzt der Schock meist tief. Obwohl die polizeilichen Kriminalstatistiken Jahr für Jahr die steigenden Einbruchzahlen belegen, unterschätzen viele das Risiko. Das passiere doch immer nur den anderen, so die Meinung. Um die Bürger zu sensibilisieren, hat die Polizei im Jahr 2012 den Tag des Einbruchschutzes ins Leben gerufen. Dieser findet immer am Tag der Zeitumstellung im Herbst statt, wenn die dunkle Jahreszeit beginnt. Der frühe Einbruch der Dunkelheit kommt den Langfingern entgegen und bietet Ihnen bereits am Nachmittag Sichtschutz, wenn die meisten von uns noch im Büro sind. Betroffen sind nicht nur Villen und einsam gelegene Häuser, sondern auch Einfamilienhäuser in Wohnsiedlungen. Und auch Bewohner von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bleiben keineswegs verschont.

 

Wenn eingebrochen wurde, ist der Materielle und vor allem psychische Schaden oft groß. Doch das Risiko wird von vielen Menschen unterschätzt, dabei kann die Sicherheit des eigenen Zuhauses bereits mit geringem Aufwand erhöht werden. Wie lesen Sie in der BAUIDEE Ausgabe 06_2014, die Sie auch bequem in unserem Onlineshop bestellen können.

 

Fotos: Abus, Hörmann, Somfy, Gira, Abus, Jung, Rademacher, Somdy, Combi Line, preisvergleich.de

Zahl der Wohnungseinbrüche in den Städten
preisvergleich.de_wohnungseinbrueche_sta
Adobe Acrobat Dokument 7.9 MB
Porenbeton erfüllt die Anforderung für einbruchhemmende Bauteile: geprüfte Wand WK 3 mit einem einbruchhemmenden Fenster im Institut für Fenstertechnik in Rosenheim
Porenbeton erfüllt die Anforderung für einbruchhemmende Bauteile: geprüfte Wand WK 3 mit einem einbruchhemmenden Fenster im Institut für Fenstertechnik in Rosenheim
Porenbeton erfüllt die Anforderung für einbruchhemmende Bauteile: geprüfte Wand WK 3 mit einem einbruchhemmenden Fenster im Institut für Fenstertechnik in Rosenheim
Porenbeton erfüllt die Anforderung für einbruchhemmende Bauteile: geprüfte Wand WK 3 mit einem einbruchhemmenden Fenster im Institut für Fenstertechnik in Rosenheim

Geprüfte Sicherheit: Klassifizierte Einbruchhemmung mit Porenbetonmauerwerk

Steigende Einbruchzahlen in Wohnbauten wecken bei Bauherren zunehmend den Wunsch nach einbruchhemmenden Außenbauteilen. Seit vielen Jahren werden Fenster und Türen hinsichtlich ihres Einbruchswiderstandes selbst und im eingebauten Zustand geprüft. Seit September 2011 gilt dafür die Norm DIN EN 1627 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse – Einbruchhemmung – Anforderungen und Klassifizierung“ inklusive des Nationalen Anhangs. Diese neugefasste Norm ersetzt die bisherige Norm. Ergänzt wurden in dieser Neufassung erstmals Aussagen zum Porenbetonmauerwerk.

 

Tabelle 1: Zuordnung der Widerstandsklassen von einbruchhemmenden Bauteilen zu Porenbetonwänden

 

Wand aus Porenbeton

Widerstandsklasse

Nenndicke

Druckfestigkeit der Steine

Ausführung

RC1

≥ 170 mm

≥ 4 N/mm2 (PP4)

Dünnbettmörtel

RC2

≥ 170 mm

≥ 4 N/mm2 (PP4)

Dünnbettmörtel

RC3

≥ 240 mm

≥ 4 N/mm2 (PP4)

Dünnbettmörtel

 

Porenbetonmauerwerk wird üblicherweise aus Plansteinen oder Planelementen in den Festigkeitsklassen 2, 4 und 6 erstellt. Aufgrund der Anforderungen im Wärmeschutz gemäß Energieeinsparverordnung im Außenwandbereich kommen dabei oftmals Porenbetonsteine der Festigkeitsklasse 2 zum Einsatz, die in der DIN EN 1627 hinsichtlich der einbruchhemmenden Eigenschaften nicht klassifiziert sind. Das war schon vor Jahren Grund für die im Bundesverband Porenbeton zusammenge­schlossenen Hersteller, Prüfungen zu einbruchhemmenden Eigenschaf­ten von Porenbetonmauerwerk beim Institut für Fenstertechnik in Rosenheim in Auftrag zu geben. Die Versuchsergebnisse erlauben eine Einstufung dieser Wände in die Klassen WK 2 und WK 3 (Tabelle 2). Die DIN EN 1627 enthält ebenfalls eine Korrelationstabelle (Tabelle 3), die eine vergleichende Einstufung der alten WK-Klassen in die neuen RC-Klassen erlaubt. Porenbetonmauerwerk ist somit auch überall dort einsetzbar, wo eine klassi­fizierte Einbruchhemmung verlangt wird. 

 

Tabelle 2: Zuordnung der Widerstandsklassen von einbruchhemmenden Bauteilen zu Porenbetonwänden aufgrund ergänzender Versuche

 

Wand aus Porenbeton

Widerstandsklasse

Nenndicke

Druckfestigkeits-/Rohdichteklasse der Steine

Ausführung

WK 2a) / RC2

≥ 240 mm

PP2-0,35

Dünnbettmörtel

WK 3b) / RC3

≥ 365 mm

PP2-0,35

Dünnbettmörtel

a) PB 214 25057 des i.f.t. Rosenheim vom 09.07.2007

b) PB 211 42897 des i.f.t. Rosenheim vom 26.05.2010

Die Prüfberichte können beim Bundesverband Porenbeton angefordert werden.

 

 

Tabelle 3: Korrelationstabelle mit Zuordnung der Widerstandsklassen 

 

 

Widerstandsklasse des Bauteils

nach DIN EN 1627:2011-08

Widerstandsklasse des Bauteils

nach DIN V ENV 1627:1999-04

1

RC 1 N

           ---a)

2

RC 2 N

WK 2b)

3

RC 2

WK 2

4

RC 3

WK 3

5

RC 4

WK 4

6

RC 5

WK 5

7

RC 6

WK 6c)

a)  Keine Zuordnung möglich, da Prüfanforderungen erhöht wurden.

b) Widerstandsklasse WK 2 ist grundsätzlich für die Korrelation der Widerstandsklasse RC 2 N geeignet; die Verglasung kann jedoch frei vereinbart werden.

c)Zusatzprüfung mit dem Spalthammer nach DIN EN 1630:2011-08.

 

Weitere Informationen beim Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.

Tel. 030/259282-14,  E-Mail: info@bv-porenbeton.de

www.bv-porenbeton.de